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Eckpunktepapier "Polnisch als Nachbarsprache"

Modellprojekt „Fach Polnisch als Nachbarschaftssprache“

Eckpunkte von Karl Fisher

• In drei bis fünf Grundschulen der Grenzregion wird ein Modellprojekt (Schulversuch oder abweichende Organisationsform) eingerichtet mit Polnisch als Nach­bar­­schaftssprache

• der Unterricht beginnt ab Jahrgang 1 mit einer Unterrichtsstunde pro Woche und ab Jahrgang 3 mit drei Unterrichtsstunden pro Woche fortlaufend bis zum sechsten Jahrgang

• unabhängig von dem Lernkurs Polnisch als Nachbarschaftssprache wird die erste Fremdsprache Englisch in der dritten Jahrgangsstufe eingerichtet

• für die Einrichtung eines Kurses Nachbarschaftssprache sind mindestens fünf Schülerinnen und Schüler nötig

• Lehrkräfte werden vom Schulamt per Vertrag oder Honorarvereinbarung eingestellt

• die Stunden bekommt die Schule zusätzlich vom Schulamt gestellt

• die Schule hat mindestens einen Tandempartner (Grundschule) in Polen

• die teilnehmenden Schulen arbeiten mit den Kindertagesstätten, die Polnisch als Begegnungssprache haben, zusammen

• das LISUM Brandenburg und die Universität Potsdam begleiten den Schulversuch, die DPG Brandenburg ist beratend tätig

• gleichzeitig beginnt an der Universität Potsdam ein Studienangebot für Grundschul­lehrkräfte „Polnisch“

• Unterrichtsmaterial wird mit Unterstützung des Deutsch-Polnischen Jugendwerks erstellt bzw. ist schon vorhanden und kann darüber hinaus aus Polen bezogen werden

• der Schulversuch ist auf sechs Jahr angelegt

• „Inneres Ziel“ ist es, die Nachbarschaftssprache in Wort und Schrift zu lernen sowie Kenntnisse der Kultur und Traditionen des Nachbarn zu erlangen (vgl. Rahmenlehrplan)

• „Äußeres Ziel“ ist es, auf den Polnisch-Unterricht als Nach­bar­schafts­sprache in der Sekundarstufe mit Schulabschlüssen nach Jahrgang 10 und Jahrgang 12/13 vorzubereiten

• als Auftakt zum Modellprojekt wird eine Tagung von LISUM, Universität Potsdam und DPG Brandenburg durchgeführt