Tagi dla Ausstellung "Matki Solidarności"

Ausstellung "Matki Solidarności"

Zu sehen ab 31.08.2009 in Angermünde

Der Verein Zeit Raum Identität (Stowarzyszenie Czas Przestrzeń Tożsamość), das EUROPAHAUS Angermünde e.V., die Deutsch-Polnische Gesellschaft Brandenburg e.V., die Zeitung Gazeta Wyborcza, die Stadt Szczecin, die Stadt Angermünde und das Schloß der Pommerschen Herzöge Szczecin laden ein zur Eröffnung der Fotoausstellung Matki Solidarności | Mütter der Solidarność mit Fotografien von Andrzej Łazowski (Szczecin), Texten von Kinga Konieczny (Szczecin) und übersetzt von Torsten Salzer (Berlin).

Ort: Kleiner Markt, Angermünde
Zeit: 31.08.2009, 11.30 Uhr

Die Eröffnung wird durchgeführt von: Dr. Justus Werdin - EUROPAHAUS, DPG Brandenburg.
Andrzej Łazowski - Fotograf und Maria Zarzycka - Portraitierte

Andrzej Łazowski ist Absolvent der Akademie der Schönen Künste in Poznań. Autor vieler individueller Ausstellungen, die in Deutschland u.a. in Angermünde, Bremerhaven, Düsseldorf, Greifswald, Ludwigslust, Pasewalk, Potsdam, Schwedt und Schwerin gezeigt wurden. Begründer des Vereins Zeit Raum Identität, der sich für den deutsch-polnischen Austausch in der Grenzregion engagiert und das deutsche kulturelle Erbe in Polen thematisiert.

Konstanty Ildefons Gałczyński

Treffen mit der Mutter
Sie zeigte mir als erste den Mond,
den ersten Schnee auf den Tannen
und den ersten Regen.
Muschelklein war ich damals noch
und schwarz der Mutter Kleid, rauschend wie das Schwarze Meer.

Mütter der Solidarność

Sie stehen für die unbeugsame Haltung der Menschen in den 70er und 80er Jahren.
Sie waren es, die die polnische Solidarność stark machten, indem sie unterstützten, lenkten, indem sie sich um andere kümmerten und sie trösteten. Die Heldinnen von damals stehen heute im Schatten. Die Ausstellung soll zeigen, dass der Erfolg der Solidarność und er erfolgreiche Verlauf der damaligen Ereignisse vor allem der Arbeit an der Basis zu erdanken ist und nicht zuletzt der Arbeit des angeblich „schwachen Geschlechts”, der Frauen, die sich damals stark zeigten und eine echte Stütze waren.
Aber niemand fragt heute danach, in welchem Ausmaß das Leben im kommunistischen Alltag der Volksrepublik Polen demoralisierend wirkte, das Leben in einem System, das Anpassung, schmutzige Kompromisse, Lügen und Durchtriebenheit propagierte. Niemand fragt nach den Zerstörungen, die dieses System an Psyche und Gesellschaft anrichtete, nach der moralischen und sittlichen Zerrüttung im individuellen wie auch im gesellschaftlichen Bereich.

Ramona Zühlke