Tagi dla Arbeitnehmerfreizügigkeit: Deutsch-Polnische Gesellschaft legt Konzept für Entwicklung der Nachbarsprache in der Grenzregion vor

Arbeitnehmerfreizügigkeit: Deutsch-Polnische Gesellschaft legt Konzept für Entwicklung der Nachbarsprache in der Grenzregion vor

Anlässlich der Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für osteuropäische Arbeitnehmer/-innen ab dem 1. Mai dieses Jahres fordert die Deutsch-Polnische Gesellschaft (DPG) Brandenburg von Politik und Gesellschaft deutlich mehr und öffentlich sichtbare Anstrengungen beim Ausbau der bilateralen Beziehungen im Bildungsbereich. Vor kurzem hat der Landesvorstand des Vereins ein Positionspapier beschlossen, welches konkrete Handlungsansätze für die Landespolitik bietet. Ziel, so der DPG-Landesvorsitzende Karl Fisher, sei es, die Entwicklung der Grenzregion voranzutreiben.

In ihrem Positionspapier fordern die Mitglieder der Deutsch-Polnischen Gesellschaft unter anderem, die Chancen Jugendlicher aber auch älterer Bewohner/innen der Grenzregion auf dem deutschen und polnischen Arbeitsmarkt zu erhöhen. „Wir müssen dafür sorgen, dass der polnische Arbeitsmarkt als Alternative wahrgenommen wird. Hierzu muss die Sprachfolge geändert werden“, so Fisher. Als Nachbarsprache sollte Polnisch bereits in der Kita, spätestens aber in der Grundschule als Begegnungssprache angeboten werden. 

Zudem muss nach Ansicht der DPG die Landesregierung dringend ein Mehrsprachigkeitskonzept erarbeiten und verbindlich umsetzen. „Es muss dafür Sorge getragen werden, dass Fachberaterpositionen sowohl im Grundschulbereich als auch in der Sekundarstufe dauerhaft besetzt sind“, unterstreicht Christin Bülow, stellvertretende Vorsitze der DPG. Auf Ministeriumsebene soll eine feste Ansprechperson für polnische Sprache und Kultur eingesetzt werden, bspw. in Form einer/s Beauftragten der Landesregierung, um Koordination, Beratung und Unterstützung auf Landesebene sicherzustellen. 

Auch in der beruflichen Bildung sehen die Mitglieder der DPG Brandenburg Handlungsbedarf. "An beruflichen Schulen ist Polnisch nur an einer handvoll Schulen im Land vertreten, dabei könnten gerade Auszubildende bspw. im Dienstleistungs-, Büro- und Transportbereich Polnischkenntnisse gut im Alltag gebrauchen" erklärt Sahra Damus, Projektleiterin in der DPG im Bereich Nachbarsprache. Für beruflich etablierte Brandenburger und speziell für Landesbedienstete soll es unabhängig ihrer derzeitigen beruflichen Tätigkeit möglich sein, Polnisch zu lernen. „Die Landeshauptstadt bietet derzeit kaum Möglichkeiten hierzu, weder im Anfänger- noch im Fortgeschrittenenbereich“, so der DPG-Vorsitzende Karl Fisher abschließend.

Das Konzept können Sie unten herunterladen.

ZałącznikWielkość
PM_DPG_Positionspapier_Polnischunterricht.pdf77.73 KB
DPG_Position_Polnischunterricht.pdf399.57 KB