Tagi dla EU-Förderprogramme müssen verbessert werden

EU-Förderprogramme müssen verbessert werden

Deutsche und polnische Nichtregierungsorganisationen (NGO's) fordern bessere Bedingungen der EU-Programme zur territorialen Zusammenarbeit im Grenzgebiet

 Abstimmung über die Abschluss-Erklärung der NGOsSłubice. Konferenz vom 24.–26.2.2012:
Abstimmung über die Abschluss-Erklärung

Am vergangenen Wochenende (24.–26.2.2012) trafen sich in Słubice Vertreter von deutschen und polnischen Vereinen und Initiativen, die Grenzraum aktiv sind, um über die Zukunft der EU-Förderprogramme zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu diskutieren, sich in ihren Erfahrungen auszutauschen und um sich gemeinsam an die Öffentlichkeit zu wenden.

Der Hintergrund: Viele kleine Vereine leiden unter den gegenwärtigen bürokratischen Bedingungen zur Antragstellung und Abrechnung ihrer Projekte, vor allem unter der Pflicht der Vorfinanzierung durch die Vereine selbst und die Planungsunsicherheit, wann mit den Fördergeldern letztendlich zu rechnen ist. Es ist anzunehmen, das viele deutsch-polnischen Ideen in der Grenzregion nicht umgesetzt werden, weil die Initiativen an den Bedingungen scheitern oder sie sie sich einfach finanziell nicht leisten können. Dies ist auch deshalb zu bedauern, da die von Bürgern getragenen grenzüberschreitenden Vorhaben für die Regionale Entwicklung – für die die EU-Mittel ja zur Verfügung stehen – gerade so wichtig sind.

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Brandenburg kennt diese Schwierigkeiten aus eigener Erfahrung, so konnten auch gegenwärtigen Projekte (wie die Tandem-Begegnungen oder die deutsch-polnischen Chortreffen) nur durch private Darlehen aus dem Kreis der DPG-Mitglieder realisiert werden. Darüber, wann schließlich die Fördermittel aus dem EFRE (Europäischer Fond zur Regionalen Entwicklung) durch die Euroregionen gezahlt werden, kann jeweils nur spekuliert werden. Schuld daran sind aber nicht Euroregionen sondern das System der Prüfungen durch mehrere, brandenburger, polnische und brüsseler Instanzen, so beispielsweise durch die Investitionsbank des Landes Bandenburg (ILB), das den Fluss der schon lange bewilligten Mittel verzögerte.

Bei der Konferenz, zu der die Initiative Nowa Amerika eingeladen hatte, waren auch Vertreter der Euroregionen, die ihrerseits einen Forderungskatalog an die EU-Politik vorlegten.

Mehrere Mitglieder des EU-Parlamentes waren am Sonnabend anwesend und hörten sich die Sorgen der NGO's aus der Grenzregion an.

Am Sonntag verabschiedeten die Vertreter der NGO's eine Abschlusserklärung (unten zum Download). Ein detaillierter Forderungskatalog, der ebenfalls während der Konferenz erarbeitet wurde wird in den nächsten Tagen veröffentlicht.
Des Weiteren wählten die anwesenden NGO's aus ihren Reihen Vertreter, die zusammen mit den Vertretern der Euroregionen über die Verbesserung der EU-Programme zur territorialen Zusammenarbeit beraten werden und ihre Forderungen nach Brüssel und Straßburg weitergeben werden.

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Brandenburg, die selbst drei Tage vor Ort mit beraten hat und die Erklärung mitträgt, dankt den Organisatoren (hier sind allem Przemysław Konopka von Terra Incognita sowie Franziska Myck und Michael Kurzwelly von Słubfurt zu nennen) für die Initiative und Durchführung dieser auch für uns wichtigen Veranstaltung.

Beitrag des RBB über die Konferenz


"Kulturschaffende fordern bessere Förderstrukturen"
Brandenburg aktuell, 26.2.2011, 19:30 © RBB

Abschlusserklärung deutscher und polnischer Nichtregierungsorganisationen über die Veränderung des Europäischen Fördersystems in der Deutsch-Polnischen Grenzregion

ZałącznikWielkość
abschliessende_erklaerung.pdf68.45 KB