Spurensuche - Begegnungen
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08.11.2007 Filmvorführung / Pokaz filmowy "Coffee Beans for a Life" mitanschließender Diskussion und späterer Polemik
 

Am 8.11. wurde im Kulturhaus in Chojna (ehemals Königsberg) der Film "Coffee Beans for a Life" gezeigt. 2004 besuchte der 84-jährige Norman Salsitz aus den USA zum ersten Mal nach 57 Jahren seinen Heimatort Kolbuszowa in Südpolen, wo es keinen einzigen Juden mehr gibt. Helga Hirsch hat ihn mit der Kamera begleitet. Eine spannende Spurensuche. Zur Filmvorführung waren etwa 150 Personen erschienen, unter ihnen sehr viele Schülerinnen und Schüler. Der Filmvorführung schloss sich eine Diskussion und später eine Polemik in der Gazeta Chojenska an.

GCh Nr. 44: Tylko wielki żal
GCh Nr. 46: Ziarenka prawdy
GCh Nr. 48: Polemika o "Ziarenkach kawy"
GCh Nr. 49: Rozne oblicza antysemityzmu

   
01.10.2007 3. Groß Neuendorfer Grenzgespräche, vom 5. bis 7. Oktober 2007
 

Nach zwei Pilotprojekten in den Jahren 2003 und 2004 haben die Landfrauen 2005 zusammen mit der Wilhelm-Fraenger-Gesellschaft e.V. und dem Wilhelm-Fraenger-Institut Potsdam www.fraenger.net , dem Walther-Rathenau-Stift gGmbH Bad Freienwalde www.walther-rathenau.de und anderen Partnern die Groß Neuendorfer Grenzgespräche begründet, die sich einmal im Jahr mit Themen beschäftigen sollen, die von allgemeinem Interesse sind, die aber einen besonderen Bezug zum Oderbruch und zu unseren polnischen Nachbarn haben.

Begonnen wurde mit einen historischen Überblick über das Oderbruch im Jahr 2005.  2006 haben wir uns mit dem Thema „300 Jahre deutsch-polnische Nachbarschaft“ beschäftigt. Für beide Konferenzen liegen die Tagungsbände vor. Die Dokumentation für 2006 mit dem Titel „Schwierige Nachbarn?“ konnte in deutscher und polnischer Sprache veröffentlichet werden. Beide Bände werden kostenlos bei Zahlung eines Unkostenbeitrags von € 5,00 für Verpackung und Porto pro Band auf das unten stehende Konto der Sparkasse Märkisch-Oderland geliefert. Die Überweisung sollte auf einer Bestellung mit genauer Lieferadresse angekündigt werden.

In diesem Jahr wurde, angeregt durch die Arbeiten des Zentrums für Kindheits-, Jugend- und Biographie-Forschung an der Universität Siegen, eine Konferenz zum Thema „Kriegskinder in Ostdeutschland und Polen“ vorbereitet. Diese 3. Groß Neuendorfer Grenzgespräche finden vom 5. bis 7. Oktober dieses Jahr statt. Auswärtige Teilnehmer/innen wenden sich wegen Übernachtungsmöglichkeiten in Groß Neuendorf und im weiteren Umkreis von Letschin bitte an die Landfrauen. Wegen der Raumplanung, der Kaffeepausen und dem Abendessen ist eine Anmeldung zu den Groß Neuendorfer Grenzgesprächen erforderlich.

Die Landfrauen „Mittleres Oderbruch“, Wilhelm-Fraenger-Gesellschaft und Wilhelm-Fraenger-Institut sowie die Walther-Rathenau-Stift gGmbH , würden sich sehr freuen,  Sie vom 5. bis 7. Oktober im herbstlichen Oderbruch begrüßen zu dürfen.

Tel.:           033478 - 37077
Fax:           033478 - 37078
e-mail:       gross-neuendorf-landfrauen@web.de
Internet:     www.gross-neuendorf-landfrauen.de www.oderneisse-radweg.de

   
17.06.07 Workshop: Juden im deutsch-polnischen Grenzgebiet – Spurensuche (am 17.06.2007)
Seminarium „Żydzi na polsko-niemieckim pograniczu – po śladach” (17.6.2007)
  zweisprachiger Text – tekst dwujezyczny / polnische Fassung unten – polska wersja ponizej
   
23.03.2007 Karin Sandow: Frankfurter Brücken nach Israel
  Friedrichsgymnasium pflegt seit Jahren einen Schüleraustausch mit Nahost / Eine Ausstellung berichtet darüber
   
06.09.2006 Filmvorführung / Pokaz filmowy
 

Am 26. September 2006 um 16 Uhr wird im Kulturhaus Mieszkowice (ehemals Bärwalde) der Film von Michael Majerski „Meiner Mutter Land” gezeigt. Dieser Dokumentarfilm thematisiert das Schicksal deutscher Frauen, die nach 1945 im polnischen Pommern geblieben sind. Anschließend laden wir zu einer Diskussion ein.

6 sierpnia 2006 o godz. 16.00 w Domu Kultury w Mieszkowicach odbędzie się projekcja filmu Michała Majerskiego „Kraj mojej matki”. Ten poruszający dokument opowiada o losach Niemek, które po 1945 roku pozostały na polskim Pomorzu. Po filmie odbędzie się dyskusja.

   
05.09.2006 Eröffnung der 750-Jahrfeierlichkeiten in Gorzów Wielkopolski / Landsberg an der Warthe am 2. September 2006
Inauguracja obchodów 750-lecia w Gorzowie Wielkopolskim / Landsberg an der Warthe, 2 września 2006
  zweisprachiger Text – tekst dwujezyczny / polnische Fassung unten – polska wersja ponizej
   
07.07.2006 Neuland – Nowa ziemia
deutsch-polnische Annäherungen in Daszewo / polsko-niemieckie zbliżenia w Daszewie
  Filmvorführung mit anschließendem Gespräch
zweisprachiger Text – tekst dwujezyczny / polnische Fassung unten – polska wersja ponizej
26.06.06 Update: 18:00
   
10.06.2006 Same stamtąd / Alle von dort
Ein Blick über den Fluss / Spojrzenie przez rzekę
  Zwei Filmvorführungen im Rahmen der Brandenburgischen Seniorenwoche, bei denen die Angermünder Senioren Gäste aus der polnischen Partnerstadt Strzelce Krajeńskiemit erwarten
   
05.06.2006

Nowe Warpno / Neuwarp in unseren Erinnerungen (II)
Alte, neue, fremde Heimat - Pfingsttreffen am 05.06.2006

  zweisprachiger Text – tekst dwujezyczny / polnische Fassung unten – polska wersja ponizej
   
01.05.2006

Anlässlich des jährlichen Grenzfestes in Rieth – Nowe Warpno am 1. Mai wollen wir: den Film von Michael Majerski, Meiner Mutter Land präsentieren und die Besucher zur anschließenden Diskussion einladen; und eine Ausstellung von Andrzej Lazowski mit alten und neuen Stadtansichten aus dem Grenzgebiet zeigen.

 

Z okazji corocznego festynu na granicy Rieth – Nowe Warpno 1 maja pragniemy zaprezentowac: film Michala Majerskiego Kraj mojej matki , po którym odbedzie sie wspólna rozmowa, oraz wystawe Andrzeja Lazowskiego ze starymi i nowymi widokami miast na pograniczu.

   
24./25.01.2006 "Meiner Mutter Land" - Dokumentarfilm von Michal Majerski, 70 min, 2005
  Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit dem Regisseur.
   
28.11.2005

"Ein Blick über den Fluss" - Filmwerkstatt

  Filmvorführung mit anschließendem Gespräch
   
18.10.2005

"An uns ist alles besonders" (Dienstag, 18. Oktober, 14:00, Filmvorführung und Gespräch
"Schlesiens Wilder Westen" (Dienstag, 18. Oktober, 19:00, Filmvorführung und Gespräch)

 

Die Deutsch Polnische Gesellschaft Brandenburg ist in der Grenzregion bereits seit längerem auf Spurensuche, die uns die jüngste Vergangenheit unserer Region erklärt. Um 14 und 19 Uhr ist die Dokumentarfilmerin Ute Badura in Chojna und Angermünde... weiter

   
29.09.2005

„An uns ist alles besonders – eine Schulklasse in Schlesien“ (29. September, 18.00 Uhr, Filmvorführung und Diskussion)

 

Ein Schülerfilmprojekt in Opole (Oppeln) unter Leitung von Ute Badura, 49 Minuten, DV, Farbe, OF deutsch mit polnischen Untertiteln, 2004

   
   

Karin Sandow: Frankfurter Brücken nach Israel

Aus der MOZ vom 23.03.2007

Die Schändung des Gedenksteins für die Synagoge durch Jugendliche hat den Ruf von Frankfurt (Oder) beschädigt. Doch Frankfurt ist auch anders. Seit Jahren gibt es eine Partnerschaft des Friedrichsgymnasiums mit israelischen und palästinensischen Schülern und Lehrern. Jetzt wird erneut Besuch aus Israel erwartet.

Frankfurt (Oder) (MOZ) Building Bridges (Brücken bauen) heißt das Projekt, das es inzwischen seit mehreren Jahren am Friedrichsgymnasium gibt. 1999 hatten Lehrer und Schüler erste Kontakte zur Hope Flowers School in Bethlehem und zur Democratic-School in Hadera aufgenommen. Seitdem gab es jedes Jahr Begegnungen zwischen deutschen, israelischen und palästinensischen Jugendlichen. Seit einiger Zeit sind zudem polnische Partner mit dabei. Trotz mancher Ängste, vor allem bei den Eltern der Schüler, reisten Frankfurter immer wieder nach Israel. Und trotz aller Konflikte waren inzwischen auch mehrfach israelische und palästinensische Schüler und Lehrer gemeinsam in Frankfurt.

Brücken bauen sie alle dabei in mehrfacher Hinsicht – von Land zu Land, von Weltanschauung zu Weltanschauung, vom Heute ins Gestern, von Generation zu Generation. Und sie überbrücken dabei vielfältige Konflikte.

„Trotz aller Missverständnisse habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Dorf trotzdem funktioniert. Nach einer hitzigen Diskussion trinkt der Araber wieder in Ruhe Kaffee mit dem Juden und der eine denkt vielleicht über die Position des anderen nach. Vielleicht auch nicht, aber immerhin haben sie geredet", umreißt Daniel Felscher seine Erfahrung. Der junge Mann hat die Schule inzwischen längst verlassen und hat sich wie inzwischen mehrere junge Frankfurter aufgrund der Mitarbeit im Projekt entschlossen, für längere Zeit in Israel zu leben und zu arbeiten. Daniel war neun Monate in einem jüdisch-arabischen Friedensdorf in der so genannten Oase des Friedens Neve Shalom/Wahat al Salam. „Das Schöne an der Idee dieses Dorfes ist, dass jeder seine Identität und seine Meinung behalten darf, ja, dass dies sogar Voraussetzung dafür ist, dass man zusammenleben kann. Man muss die Konflikte nur aussprechen und nicht ignorieren, auch, wenn es zu Konfrontationen kommt", erklärt Daniel.

Für ein Jahr ist Emily Kuck nach Israel gegangen. Sie lebt in Haifa und berichtet von ihren alltäglichen Erfahrungen: „Ich hätte nie gedacht, dass mich der Anblick eines 19-jährigen Mädchens mit Maschinengewehr irgendwann mal nicht mehr erschrecken würde. Auch das Wegzucken, wenn einen im Zug mal kurz aus Versehen der Gewehrkolben streift, ist schon fast vorbei." Und sie hat auch erleben müssen, von anderen Jugendlichen gefragt zu werden, ob sie in der SS gewesen sei.

Immer wieder haben Frankfurter Gymnasiasten, die mit dem Projekt in Israel waren, auch so etwas erlebt. Nicht überall begegnete man ihnen freundlich. Auch damit mussten sie klarkommen. Projektleiter Peter Staffa und Lehrer wie Sabine Donszick, Dorota Rutka (Polen) oder Mara Avner List (Israel) halfen ihnen dabei. Zum Beispiel in den verschiedenen Workshops. Beim jüngsten Besuch in Israel Ende des vergangenen Jahres setzten sich alle gemeinsam zum Beispiel mit der Schändung des Synagogengedenksteins in Frankfurt auseinander. Sie überlegten dabei auch, wie man mit den Tätern umgehen sollte. Dabei entstand auch die Idee, sie mitzunehmen nach Israel, um ihnen die Begegnung mit Zeitzeugen zu ermöglichen.

Wer mit Menschen gesprochen hat, die den Holocaust erlebten, wer einmal in der Gedenkstätte Yad Vashem war, wer Frauen oder Männer mit dem Zeichen von Auschwitz auf dem Arm gesehen hat, der kann die Ereignisse von damals nicht ignorieren oder gar leugnen, meinen alle, die mitgefahren sind. Gerade jetzt beschäftigen sie sich sehr intensiv mit der Geschichte. Denn im aktuellen Projekt erarbeiten sie Biografien von früheren Frankfurtern, Mitgliedern der damaligen jüdischen Gemeinde, Schülern des Friedrichsgymnasiums. In England haben sie dazu vor einigen Monaten ein Interview mit Hermann Arndt alias Zvi Aharoni geführt, dem Fänger des SS-Verbrechers Adolf Eichmann. In Israel trafen sie Angehörige von Schuschu Simon und Franz Gumpert, Mitschüler von Arndt. „Verantwortung leben – wann wird ein Mensch aktiv?" lautet der Projekttitel. Eine Foto-Text-Ausstellung über diese Zeitzeugen soll für alle beteiligten Länder entstehen, aber auch Gedanken der beteiligten Schüler werden dokumentiert. Die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit werden sie ab kommendem Donnerstag in der Europa-Universität in Frankfurt zeigen.

An ein Ende des Projektes denken die Schüler und Lehrer noch lange nicht. Sie haben schon für das kommende Schuljahr geplant. Dann wollen sie ein Haus der Gemeinden bauen – ein aus umklappbaren Wänden gestaltetes Modell. Vier Wohnungen (polnisch, deutsch, arabisch und jüdisch) sollen darin sein, durch die Besucher wie durch ein Labyrinth geführt werden und so die Lebensgewohnheiten und Kulturen kennen lernen. Klar werden soll dabei auch, so Peter Staffa, „dass wir alle gar nicht so verschieden leben". Bei der Stiftung „Erinnerung und Zukunft" läuft ein Projektantrag.

Doch eins ist nach wie vor nicht klar: Wo und von wem soll es künftig geführt werden? Denn die Schule, an der es in den vergangenen Jahren getragen wurde, das mehr als 300 Jahre alte Friedrichsgymnasium, ist Opfer der sinkenden Schülerzahlen und wird 2008 schließen. Zwar haben jetzt schon Vertreter anderer Gymnasien im Projekt mitgemacht, doch wo es konkret angesiedelt wird und vor allem, wo die dafür engagierten Lehrer eingesetzt werden, steht nicht fest.


Eröffnung der 750Jahrfeierlichkeiten in Gorzów Wielkopolski / Landsberg an der Warthe am 2. September 2006

Die Feierlichkeiten begannen mit einem ökumenischen Gottesdienst in der prall gefüllten Marienkirche im Zentrum der Stadt. Anschließend gingen alle gemeinsam zum Grunwaldzki-Platz, wo die von der Bundesarbeitsgemeinschaft Landsberg gestiftete Friedensglocke (mit der Aufschrift: Pokój Pax Frieden / 1257 2007 Landsberg an der Warthe Gorzów Wielkopolski) werden sollte. Den Glockenturm auf dem Grunwaldzkiplatz hatte die Stadtverwaltung errichtet.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Landsberg (BAG) hatte uns eingeladen, an dieser Feierlichkeit teilzunehmen. Wir waren von dem freundschaftlichen und offenen Klima, von den gut überlegten Reden, von der in jeder Einzelheit abgesprochenen Vorgehensweise und Professionalität, von rührenden Augenblicken der gegenseitigen freundschaftlichen und respektvollen Behandlung der Vorsitzenden der BAG Ursula Hasse-Dresing und des Stadtpräsidenten Tadeusz Jędrzejczak sehr beeindruckt.

Schon früher während der Arbeit an unserem Projekt Spurensuche in der deutsch-polnischen Grenzregion alte, neue, fremde Heimat war uns der gute, partnerschaftliche, respektvolle und offene Umgang miteinander in Gorzów (Landsberg) aufgefallen.

Wir möchten Ihnen die beiden Ansprachen hiermit weiterleiten, damit Ihnen dieses in unseren Augen große Ereignis in einer Stadt der deutsch-polnischen Grenzregion, die sich der Vergangenheit geöffnet hat, um in der Zukunft besser und friedlicher leben zu können, nicht entgeht.

Ruth U. Henning

Ansprachen zur Einweihung der Friedensglocke in Gorzów (Landsberg) am 2. September 2006:

Tadeusz Jędrzejczak, Stadtpräsident von Gorzów Wielkopolskie

Sehr geehrte Damen und Herren,

gleich werden wir Zeugen eines von jenen Ereignissen, die in der Geschichte unserer Stadt eine Zäsur darstellen und den Anfang einer neuen Etappe in ihrer Entwicklung. Der 2. September, den wir für die feierliche Eröffnung des 750. Jubiläums der Stadt gewählt haben, ist im doppelten Sinne ein besonderer Tag. Von heute an begehen wir den 750. Jahrestag der Gründung der Stadt Landsberg, die ursprünglich den Namen Landisberch Nova trug; die Feierlichkeiten werden das ganze künftige Jahr dauern und zum Anfang Juli 2007 ihren Höhepunkt erreichen. Heute wird auch zum ersten Mal die Friedensglocke läuten, die von der Bundesarbeitsgemeinschaft Landsberg Warthe (Stadt und Land) gestiftet wurde und besonders im Kontext des gestrigen Jahrestages, des Ausbruchs des 2. Weltkriegs, zu einem Symbol wird.

Auf diesem Platz stehen Menschen nebeneinander, die von der Geschichte auf verschiedene Weise geprüft wurden. Es sind Polen, darunter auch Pioniere der Stadt, die nach dem Trauma der deutschen Besatzungszeit immer noch genug Kraft finden konnten, um die polnische Geschichte der Stadt von Anfang an zu gestalten; es sind Deutsche – ehemalige Einwohner von Landsberg, die 1945, auf Grund der Grenzverschiebung das Drama der Umsiedlungen erlebten und unwiederbringlich ihre Heimat verloren; es sind auch Aussiedler aus den ehemaligen ostpolnischen Gebieten, die weit von zu Hause vor der Herausforderung standen, den neuen, fremden Raum zu erschließen; am zahlreichsten sind aber diese Gorzower vertreten, die schon nach dem Krieg geboren wurden und mit den negativen Kriegserfahrungen nicht belastet sind, Menschen, für die vor allem die Zukunft zählt.

Ich bin mir bewusst, dass es für uns alle schwierig ist, eine gemeinsame Sprache zu finden, mit der wir über die Geschichte und ihre gemeinsame Interpretation sprechen könnten, da dies einer radikalen Revision unseres Urteils über die Vergangenheit bedürfen würde. Es wäre notwendig, diese objektiv zu betrachten, indem man in das eigene moralische System Erfahrungen der anderen Seite einschließt.

Nach dem 2. Weltkrieg musste der deutsch-polnische Dialog eigentlich von Grund auf gebaut und durch nacheinander folgende Abkommen und Verträge gefestigt werden. Die wichtigsten waren das Abkommen von Görlitz vom Jahre 1950 und die Verträge über die Grundlagen der Normalisierung der gegenseitigen Beziehungen von 1970, über die Bestätigung der bestehenden Grenzen von 1990 sowie der ein Jahr später unterzeichnete Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit. Die zwei letzten Verträge waren darüber hinaus wichtige Schritte auf dem Weg Polens zur Mitgliedschaft in der NATO und in der Europäischen Union, auf dem uns Deutschland konsequent unterstützte, was zum wichtigsten Element der deutsch-polnischen Zusammenarbeit wurde.

Solche Initiativen, wie die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, die Stiftung „Polnisch-Deutsche Aussöhnung“ oder die Stiftung Kreisau sind deutliche Zeichen der Annäherung beider Staaten und des Willens, den Dialog aufzunehmen.

Zweifellos hatten dafür auch folgende Ereignisse eine fundamentale Bedeutung: der durch die „Solidarnosc“ eingeleitete demokratische Durchbruch in Polen im Jahre 1989, der Fall der Berliner Mauer und die Wiedervereinigung Deutschlands – Ereignisse von historischem Ausmaß, die eine neue Etappe in der deutsch-polnischen Versöhnung und Verständigung eröffneten.

Wir erinnern uns auch an Ereignisse und Gesten, die zum Symbol geworden sind – den vor 41 Jahren vom Polnischen Episkopat an die deutschen Bischöfe gerichteten Brief mit den historischen Worten über das gemeinsame Vergeben, die historische Geste des Bundeskanzlers Willy Brandt, der während seines Besuches in Polen im Jahre 1970 vor dem Denkmal der Opfer des Warschauer Ghettos kniete, um den Ermordeten Ehre zu erweisen, den „Versöhnungsgottesdienst“ in Kreisau unter Teilnahme von Tadeusz Mazowiecki und Helmut Kohl im Jahre 1989, der auch einen Kranz vor die Todeswand in Auschwitz niederlegte.

Dank all diesen Tatsachen konnte ein Meilenschritt im Streben nach der vollen deutsch-polnischen Versöhnung getan werden; es bedarf aber weiterer angestrengter Arbeit, damit wir – ohne das eigene Leiden und das Leiden unserer Nächsten, der Opfer von tragischen Verkettungen der Geschichte zu vergessen – einander begegnen können und den Versuch unternehmen, uns von der Last der Kriegs- und Nachkriegserlebnisse, Traumata und Vorurteile zu befreien. Wir sollen den Respekt für die historische Wahrheit fordern, aber gleichzeitig das Recht auf Vergebung und gemeinsame Akzeptanz anerkennen. Die Friedensglocke und unsere Anwesenheit hier, heute, sind ein weiterer Schritt in diese Richtung.

Dank dem zuerst informellen, ab 1995 aber offiziellen deutsch-polnischen Dialog, der auch im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen Gorzow und den ehemaligen Einwohnern von Landsberg geführt wurde, konnte man endlich über die deutsche Vergangenheit der Stadt offen sprechen und den von der Nachkriegspropaganda geprägten Begriff „Wiedergewonnene Gebiete“ Lügen strafen. Durch den neuen Blick auf die Geschichte der Region fühlten sich auch ihre Bewohner dazu ermutigt, die Tatsachen in einem breiteren, objektiven Kontext zu sehen.

Auch wenn die persönlichen Geschichten von Polen und Deutschen der Generation des 2. Weltkrieges für immer von der Erinnerung an den 1. und 17. September 1939, an den 30. Januar 1945 belastet werden, können wir doch versuchen, die gemeinsame Zukunft auf der europäischen Ebene im Namen der Verständigung und der gegenseitigen Anerkennung zu gestalten.

Das heutige Ereignis ist auch deswegen so wichtig, dass ihm nicht nur die selbstverständliche politische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sondern weil es auch vom gesellschaftlichen Kontext bestimmt wird. Der Frieden und die Versöhnung werden doch von uns verwirklicht, uns – den Mitgliedern konkreter Gesellschaften, der polnischen und der deutschen, der Gorzower und der Landsberger.

An dieser Stelle möchte ich mich an Sie wenden, unsere sehr verehrten Gäste, ehemalige Einwohner von Landsberg, die an der heutigen Eröffnung der Feierlichkeiten zum 750. Jubiläum der Stadt teilnehmen. Dass diese Stadtfeier von der Einweihung der von der Bundesarbeitsgemeinschaft gestifteten Friedensglocke begleitet wird, verstehen wir, die Gorzower, als eine wichtige Geste, die zum guten Klima unserer gemeinsamen Projekte beiträgt. So sehen nämlich die „gemeinsamen Angelegenheiten“ aus, die uns allen, den Polen und den Deutschen helfen, das Gefühl der gemeinsamen Zugehörigkeit zum gleichen Ort zu entwickeln.

Eine erfolgreiche Suche nach der lokalen Identität, die von den einzelnen Generationen der Stadteinwohner nach 1945 vorgenommen wurde, scheint unmöglich, ohne dass die kulturellen Wurzeln und die Vergangenheit berücksichtigt werden. Wir dürfen keine Angst vor der Feststellung haben, dass die 60-jährige Geschichte des polnischen Gorzow eine Ergänzung und ein Überbau zur fast siebenhundert Jahre langen deutschen Vergangenheit bleibt. Erst ein schlüssiger und linearer Blick auf die Geschichte des Ortes, an dem wir leben (wir – die Gorzower), lassen eine volle Integration mit ihm zu, lassen uns die volle Verantwortung dafür übernehmen.

Es ist ja bekannt, dass die Anfänge der Stadt bis in das Jahr 1257 reichen, als am 2. Juli Albert de Luge die Gründungsurkunde von Landisberch Nova erhielt. Schon kurz danach wurde es zum wichtigen Kultur- und dank der Anwesenheit von Kaufleuten und Handwerkern, auch Handelszentrum der Region. Zu dieser Zeit wurde im gotischen Stil u.a. die heute uns allen als die Kathedrale bekannte, prachtvolle Marienkirche gebaut, die damals als Pfarrkirche diente.

Die Stadt entwickelte sich und wuchs. Ihr Potential wurde auch dank des Flusses Warthe gefestigt, der bis zum 18. Jahrhundert eine bequeme Wasserstrasse war.

Dank des kulturellen Erbes können sich heute die Gorzower über die Architekturdenkmäler freuen. Die gotische Marienkirche, die von den Einwohnern als die Weiße bezeichnete Eintrachtkirche, der Speicher aus dem 18. Jahrhundert oder die Zinshäuser aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Stadtmitte sind nur einige Gebäude, die an die Landsberger Geschichte der Stadt erinnern.

Wenn man über die Vorkriegsgeschichte der Stadt spricht, muss man die Namen von ihren hervorragenden Bürgern nennen, die im Landsberg des 19. Jahrhunderts lebten und arbeiteten, von denen viele prachtvolle Villen hinterlassen hatten, wo heute Gorzower Einrichtungen ihre Sitze haben, u.a. Max Bahr, der den Anstoß zum Bau des Volksbades gab, Gustav Schröder, in dessen Villa heute das Lebuser Jan-Dekert-Museum seinen Sitz hat, Hermann Paucksch, der den Brunnen auf dem Alten Markt stiftete, der Philosoph und Theologe Friedrich Schleiermacher, der hervorragende Sprachwissenschaftler Victor Klemperer, und nicht zuletzt Künstler: der Komponist Karl Teike oder der Maler Ernst Henseler.

Der Krieg und die von ihm gebrachten Zerstörungen, die Einverleibung der deutschen Ostgebiete dem polnischen Staat, die Ankunft von Ansiedlern und der Bevölkerungsaustausch, die Gründung der polnischen Verwaltung – das alles führte dazu, dass sich die Stadt – schon als Gorzow – eigentlich unter jedem Aspekt veränderte: sozialpolitisch, architektonisch, kulturell, mental und konfessionell. Aus verständlichen Gründen konnten sich die Polen, die Gorzow nach 1945 aufbauten, ohne zuvor damit verbunden zu sein, mit der Stadt nicht identifizieren. Von einer Fortsetzung der städtischen Kultur des alten Landsberg konnte keine Rede sein.

Auch wenn die 60 Jahre der polnischen Geschichte der Stadt im Vergleich mit den fast siebenhundert Jahren der deutschen Kultur und Zivilisation weniger prachtvoll erscheinen, so wurden in ihrem Verlauf Initiativen aufgenommen und realisiert, die uns als Gorzower das Gefühl der Zufriedenheit verleihen.

Es änderte sich vor allem das Profil der Stadt, die zu einem Industriezentrum wurde. Das erste wichtige Objekt auf ihrer wirtschaftlichen Landkarte waren die Mechanischen Werke „Gorzow“. Dann entstanden weitere große Produktionsbetriebe: Stilon, Silwana, Zremb, Gomad, Stolbud, Przemyslowka und viele andere. Vor über 30 Jahren wurde Gorzow zur Hauptstadt der Gorzower Wojewodschaft, die mit der Verwaltungsreform in die Lebuser Wojewodschaft umgewandelt wurde.

Das Gorzow der Nachkriegszeit vergrößerte seine Fläche wesentlich, es entstanden neue Siedlungen, die Peripherien wurden erschlossen, was einen großen Einfluss auf die demographische Entwicklung der Stadt hatte. In den 60. Jahren zählte sie 50.000 Einwohner, diese Zahl verdoppelte sich in den zwei darauf folgenden Jahrzehnten. Im Jahre 1979 lebten in Gorzow 100.000 Menschen.

Das industrielle Gorzow der letzten Jahre ist ein Ort, der viele Investoren anzieht und hohe Plätze in nationalen Ranglisten von Städten nach Zahl und Attraktivität der Investitionen belegt.

In der Stadt gibt es auch eine Unterzone der Kostrzyn-Slubice Sonderwirtschaftszone, die seit 1997 die Politik der Wirtschaftsförderung mitgestaltet und erfolgreich inländische und ausländische Investoren bedient, die neue Arbeitsplätze in der Industrie und in dem Dienstleistungsbereich schaffen. In der Zone arbeiten solche Firmen, wie Faurecia, Ekpols, GOMA, Styropex, Auto Galeria und Silwana.

Eine der größten und spektakulärsten städtischen Investitionen, nicht nur in der letzen Dekade, sondern in der ganzen Geschichte, war der Bau des in Polen modernsten Sport- und Rehabilitationszentrums „Slowianka“, das den Einwohnern und den Gästen viele Attraktionen bietet, darunter zwei Schwimmhallen, eine Kegelbahn, einen Fitnesssalon und im Winter eine Schlittschuhbahn.

Die Entwicklung von Gorzow wurde auch vom Ausbau der Verkehrswege geprägt. 6 Jahre nach dem Kriegsende wurde die völlig zerstörte Gerloff-Brücke wiederaufgebaut und in Betrieb genommen, seit 7 Jahren nutzen wir auch die neue Lebuser Brücke und wenn der Bau der westlichen Umgehungsstrasse abgeschlossen wird, werden die beiden Wartheufer mit einer dritten Brücke verbunden.

Die Architektur der Stadt besteht auch aus sakralen Gebäuden. Neben den alten Gotteshäusern Landsbergs wurden in den vergangenen 60 Jahren neue katholische Kirchen errichtet.

Das Netz der Schuleinrichtungen aller Ebenen wurde erweitert. Zu unseren besonderen Erfolgen gehört der Ausbau des Hochschulwesens, auch des nicht staatlichen – die heutigen Absolventen von Oberschulen nehmen das Angebot solcher lokaler Hochschulen wie der Staatlichen Berufshochschule, der Hochschule für Betriebswirtschaftslehre oder der Berufshochschule für Informatik in Anspruch. Seit 35 Jahren erfreut sich die Filiale der Posener Akademie für Körperkultur einer großen Popularität, immer öfter werden auch die Filialen anderer Stettiner und Posener Hochschulen gewählt.

Das heute über 130.000 Einwohner zählende Gorzow wird weiter ausgebaut und versucht den Erwartungen seiner Bürger gerecht zu werden. Es begibt sich mutig auf die Suche nach seiner Identität, um für die weiteren Generationen ein wichtiger Standort zu bleiben.

Wenn ich jetzt über unsere Stadt spreche, würde ich es gerne vermeiden, ihre deutsche und polnische Geschichte auseinander zu halten. Die Vergangenheit kann aber nicht mehr geändert werden, sie kann nicht mehr vermieden werden, das ist die Eigenschaft der Zeit, die stets nach vorne eilt. Das erste Glockengeläut, das wir gleich hören werden, soll daher die stürmische Vergangenheit abschließen, um ein Symbol des Friedens für die ehemaligen, die heutigen und die künftigen Bewohner der Stadt zu werden. Ich wünsche allen Gorzowern, dass sie der Geist dieses Augenblicks bei allen Veranstaltungen zum Stadtjubiläum begleitet, das wir heute feierlich eröffnen.

Ursula Hasse-Dresing, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Landsberg (Warthe) Stadt und Land e.V.

„Freude dieser Stadt bedeute, Friede sei ihr erst Geläute“ – das waren zwei Zeilen, die uns Schülerinnen und Schüler meiner Generation mit Freude und Genugtuung erfüllten. Höchst jugendlich, denn wir freuten uns einfach, an das Ende dieses sehr langen Gedichts gelangt zu sein, in dem Friedrich von Schiller die Beschreibung eines Glockengusses mit den Entwicklungsstufen eines menschlichen Lebens eng verbindet.

Natürlich denkt man als alt gewordener Mensch weiter. Die Kombination von Freude und Friede am Ende eines langen Gedichts, das viel Nachdenkenswertes enthält, sind als Höhepunkte des Menschenlebens genannt. Und so frage ich mich, hoffentlich nicht allein in diesem Kreis – sind Freude und Frieden Höhepunkte des menschlichen Lebens? Lebst Du im Frieden, einem dauerhaften Frieden? Und empfindest du heute Freude, welche Art von Freude, und ist Freude überhaupt ein erstrebenswertes Lebensziel? Ja, sie ist es! Nicht im Sinne von Spaß, Vergnügen, sondern im Sinne von Befriedigung darüber, auf dem guten Wege zu einem erstrebten Ziel zu sein, einem erstrebten Ziel nahe zu sein. Und so ist es eine große Freude, heute hier zu stehen und mit ihnen sprechen zu können an einem wichtigen Punkt gemeinsamer Bemühungen um ein friedliches Miteinander.

Wir – und jetzt muss ich aus dem persönlichen Empfinden herauskommen – wir Deutschen und Polen haben als Teil unserer Völker eine lange gemeinsame Geschichte. Sie war geprägt von Rivalitäten, Besitz – und Machtstreben, Versuchen zu Frieden, fleißiger Arbeit, Missverständnissen, Kriegen, Hass und Not. Versuchen zum Miteinander und ihr Scheitern, Verlust und Neubeginn. Insgesamt war es eine häufig schwierige, unerfreuliche Vergangenheit. Sicher hat es aber auch immer Versuche zu einem friedlichen Mit- und Nebeneinander gegeben.

Wir haben hier in Landsberg/ Gorzów und in den Gemeinden des Kreises versucht, zu einem solchen friedlichen Miteinander zu kommen. Die Ausgangsposition war schwierig, der Zweite Weltkrieg mit all seinem Grauen und all seinen Folgen schien ein nahezu unüberwindliches Hindernis. Wir, die Generation auf polnischer und deutscher Seite, die hier die Monate um das Kriegende erlebte, war mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Wir Deutschen waren entwurzelt, geflohen, vertrieben, umgesiedelt in ein Gebiet, in dem wir eigentlich nicht leben wollten. Und auch die neuen polnischen Bewohner dieser Gegend kamen aus anderen Teilen dieses Landes, hatten schwere Verluste erlitten und kamen ebenfalls in eine Umgebung, in der sie nie hatten leben wollen, die ihnen zunächst fremd, auf keinen Fall Heimat war.

Heimweh, Neugier, trieb die ersten deutschen Besucher nach einigen Jahren vorsichtig hierher. Es fanden Begegnungen statt, bildeten sich persönliche Freundschaften. Man konnte helfen, es bildeten sich Kristallisationspunkte der Freundschaft. Politisch wurde unsere Beziehung, als es sich nicht mehr ausschließlich um private Freundschaften handelte. Unsere Organisation der ehemaligen Bewohner, die Bundesarbeitsgemeinschaft Landsberg (Warthe) trat zunächst in Person ihres Vorsitzenden Hans Beske hier in Erscheinung, nicht als Fordernder sondern als Verständigung Suchender. Ich denke, dass schon dieser Anfang mit der persönlichen Freundschaft zwischen der Familie Beske und Bischof Pluta etwas Besonderes war. Und was daraus geworden ist an offiziellen Kontakten, an gemeinsamen Projekten und Planungen – ich nenne als größtes gemeinsames Projekt die Wiedererrichtung des Pauckschbrunnens – ist wahrhaft großartig. Hier ist sie, die Freude darüber, dass man miteinander arbeiten kann. Dafür soll hier allen gedankt werden, den Menschen der kleinen Schritte und denjenigen, die große Teile ihres Lebens investieren für das Miteinander, dies auf beiden Seiten.

Dieser sehr kurze Rückblick in unsere schwere, nun aber schon seit Jahren freundschaftliche gemeinsame Vergangenheit zeichnet einen Grund zur Freude. Denn wir stehen hier nicht mehr im Namen der Vergangenheit, sondern im Namen einer friedlichen gemeinsamen Zukunft.

Der Friede in der Welt scheint in den letzten Wochen unsicherer als in den Jahren zuvor. Die Menschen aber wollen Frieden und so scheint es mir ein sinnvoller Versuch, kleine Zellen des Friedens zu bilden, wie wir es hier versuchen, wie ich glaube, mit Erfolg. Von solchen Zellen aus könnte sich der Frieden verbreiten. Ich denke, so ähnlich könnte es auch Schiller gedacht haben, denn das Wort „Freude“ bezieht er ausdrücklich auf „diese Stadt“ , „Friede“ aber ist ohne Ortsangabe gesagt, bezieht sich sicher auf die Menschen in ihrem Miteinander, aber reicht weit über dieses enge Umfeld hinaus.

Ich würde gern Schillers Frieden und Freude noch ein Wort hinzufügen, das Wort „Liebe“ als Quelle von Frieden und Freude. Lassen Sie mich, auf unsere Stadt und den Kreis bezogen, erklären: Wir, die ehemaligen Bewohner lieben diese Stadt, weil in ihr unsere Vergangenheit liegt, eine geliebte, sicher in der Erinnerung verklärte Kindheit und Jugend. Wir suchen ihre Spuren und finden sie noch in der Stadt und ihrem Umfeld. Wir finden aber auch mehr: Neues Leben, Fortschritte, Entwicklungen, Bemühungen um die Gestaltung dieser Stadt. Und diese Tatsache, dass die alte, lebendige, fortschrittliche Stadt Landsberg genau dies geblieben ist, eine von ihren Bewohnern geliebte, lebendige, fortschrittliche Stadt Gorzów, macht es auch uns möglich, sie weiterhin zu lieben. Dass wir dies hier zeigen dürfen, ist ein Grund zur Freude und dafür danken wir Ihnen.

Aus diesen Gründen heraus hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Landsberg (Warthe) der Stadt Gorzów und ihren Menschen zum Auftakt der 750-Jahr-Feier unserer gemeinsamen Heimat diese Glocke geschenkt. Sie soll ein Zeichen einer 750-jährigen Geschichte und unserer Liebe zu dieser Stadt sein und ein Zeichen des Friedens, der hier eine Zelle haben soll, von der aus er sich über diese Welt verbreiten kann. Zu einer solchen Zelle ist jeder Platz auf der Welt geeignet.

Wir demonstrieren hier das Wollen von beiden Seiten, deshalb steht auf der Glocke das Wort „Friede“ in polnischer, lateinischer und deutscher Sprache. Um etwas zu bewegen, braucht es viele Gedanken, Herzen und Hände. Wir haben hier gemeinsam Großes getan, behaupte ich mit Stolz. Möge diese Stadt sich weiterentwickeln und in Frieden blühen, ihren früheren und heutigen Bewohnern zur Freude.

Ich danke Ihnen



Inauguracja obchodów 750-lecia w Gorzowie Wielkopolskim / Landsberg an der Warthe, 2 września 2006

Uroczystość rozpoczęło nabożeństwo ekumeniczne w wypełnionym po brzegi Kościele Mariackim w centrum miasta. Następnie zebrani przeszli na Plac Grundwaldzki, gdzie uroczyście oddano do użytku Dzwon Pokoju ufundowany przez Stowarzyszenie Byłych Mieszkańców Landsberga. Dzwon umieszczony został na specjalnej dzwonnicy wzniesionej przez Urząd Miasta. Widnieje na nim inskrypcja: Pokój Pax Frieden / 1257 2007 Landsberg an der Warthe Gorzów Wielkopolski .

Do udziału w tej uroczystości zaprosiło nas Stowarzyszenie Byłych Mieszkańców Landsberga. Ogromne wrażenie zrobiła na nas przyjazna atmosfera otwartości, przemyślane przemówienia, profesjonalność ustalonego w najdrobniejszych szczegółach przebiegu uroczystości, a także wzruszające momenty, w których widoczny był wzajemny respekt i przyjacielski stosunek przewodniczącej Stowarzyszenia, Ursuli Hasse-Dressing i prezydenta miasta, Tadeusza Jędrzejczaka.

Już wcześniej w trakcie realizacji projektu Po śladach. Stara, nowa, obca mała ojczyzna na polsko-niemieckim pograniczu zwróciliśmy uwagę na dobrą, partnerską, pełną respektu i otwartości atmosferę współpracy w Gorzowie.

Przesyłamy Państwu teksty obu przemówień, ponieważ pragniemy, by nie uszło Państwa uwadze to naszym zdaniem ważne wydarzenie w mieście na polsko-niemieckim pograniczu, mieście, które jest otwarte na przeszłość z myślą o lepszej, pokojowej przyszłości.

Ruth U. Henning

Tadeusz Jędrzejczak

Szanowni Państwo,

za chwilę będziemy świadkami jednego z tych momentów, które w historii naszego miasta ustanowią kolejną cezurę, rozpoczynającą nowy etap jego ewolucji. Dzień 2 września, który wybraliśmy, by uroczyście zainaugurować Jubileusz 750-lecia miasta, jest dniem szczególnym w dwójnasób. Rozpoczynamy obchody historycznej, 750. rocznicy założenia grodu Landsberg, pierwotnie nazwanego Landisberch Nuova, które trwać będą cały przyszły rok, a ich kulminacja przypadnie na początek lipca 2007 r. Dziś również po raz pierwszy zabrzmi Dzwon Pokoju – ufundowany przez Stowarzyszenie Byłych Mieszkańców Landsberga, który w kontekście wczorajszej rocznicy wybuchu II wojny światowej nabiera znaczenia symbolu.

Na tym placu stoją obok siebie ludzie, których historia doświadczyła w różny sposób. Są Polacy, w tym także pionierzy tego miasta, którzy przeżywszy traumę okupacji niemieckiej, znaleźli w sobie dość siły, by podjąć się budowania od podstaw jego polskiej historii; są Niemcy – dawni mieszkańcy Landsberga, którzy po 1945 r., wskutek przesunięcia granic na zachód, przeżywali dramat przesiedleń, tracąc bezpowrotnie swoje „małe ojczyzny”; są także wysiedleńcy z byłych kresów wschodnich, którzy z dala od rodzinnego domu stanęli przed koniecznością oswajania nowej, obcej przestrzeni; jest wreszcie wśród nas ta najbardziej liczna grupa gorzowian – urodzonych w mieście po wojnie, nieobciążonych bagażem negatywnych doświadczeń związanych z konsekwencjami wojny, dla których ważna jest przede wszystkim przyszłość.

Jestem świadomy, że znalezienie przez wszystkich, którzy się tu dzisiaj spotykamy, wspólnego języka w mówieniu o historii i jednego kierunku w jej interpretowaniu, jest rzeczą trudną, wymaga bowiem radykalnej rewizji w ocenie minionych faktów. Konieczne jest bowiem spojrzenie na ich bieg w sposób obiektywny, poprzez włączenie do własnego systemu ocen moralnych doświadczenia drugiej strony, postrzeganej często jako obca.

Po II wojnie światowej dialog Polski i Niemiec rozpoczynał się właściwie od podstaw, umacniając się w efekcie kolejnych układów i porozumień, wśród których najważniejszymi były: „Układ Zgorzelecki” z 1950 r. oraz traktaty – o podstawach normalizacji wzajemnych stosunków, podpisany w 1970 r., o uznaniu granicy na Odrze i Nysie Łużyckiej z roku 1990, a także podpisany rok później Traktat o dobrym sąsiedztwie i przyjaznej współpracy. Dwa ostatnie dokumenty stanowiły ponadto istotny krok w drodze Polski do członkostwa w Pakcie Północnoatlantyckim NATO i Unii Europejskiej, któremu Niemcy konsekwentnie udzielały swego poparcia i które stanowiło zasadniczy element współpracy polsko-niemieckiej.

Takie inicjatywy, jak Fundacja Współpracy Polsko-Niemieckiej, Fundacja „Polsko-Niemieckie Pojednanie”, czy Fundacja Krzyżowa, to bardzo wyraźne sygnały zbliżenia obu państw i chęci podjęcia wspólnego dialogu.

Bez wątpienia fundamentalne znaczenie w tej kwestii miały także: zapoczątkowany przez „Solidarność” przełom demokratyczny w Polsce w '89 r., upadek Muru Berlińskiego i zjednoczenie Niemiec – wydarzenia historyczne, które otworzyły nowy etap w porozumieniu i pojednaniu polsko-niemieckim.

Pamiętamy także wydarzenia i gesty, które nabrały już znamion symbolu – napisany przed 41 laty list Episkopatu Polski do biskupów niemieckich i zawarte w nim znamienne słowa o wzajemnym wybaczeniu, historyczny gest kanclerza RFN – Willy'ego Brandta, który podczas wizyty w Polsce w 1970 r. klęcząc przed Pomnikiem Ofiar Getta Warszawskiego, złożył hołd pomordowanym, „msza pojednania” w Krzyżowej z udziałem Tadeusza Mazowieckiego i Helmuta Kohla w 1989 r., który złożył także wieniec pod Ścianą Śmierci w Oświęcimiu.

Dzięki wspomnianym faktom, udało się uczynić milowy krok w dążeniu do pełnego pojednania polsko-niemieckiego, wciąż jednak najbardziej potrzebna jest praca na gruncie społecznym, gdzie mając w pamięci cierpienie własne i naszych bliskich – ofiar tragicznego splotu dziejów, przychodzi spotkać się ze sobą i podjąć próbę wyzwolenia spod ciężaru wojennych i powojennych przeżyć, urazów i uprzedzeń. Domagajmy się więc szacunku dla prawdy historycznej, ale jednocześnie chciejmy uznać prawo do przebaczenia i wzajemnej akceptacji. Kolejnym istotnym krokiem ku temu jest właśnie Dzwon Pokoju i wspólna tu nasza obecność.

Początkowo nieformalny, a od 1995 r. oficjalny dialog polsko-niemiecki, podjęty także w ramach współpracy Gorzowa z dawnymi mieszkańcami Landsberga sprawił, że zaczęto otwarcie mówić o niemieckiej przeszłości miasta i odfałszowywać narzucone przez powojenną propagandę pojęcie Ziem Odzyskanych. Nowe spojrzenie na historię tego regionu zaczęło także zachęcać jego mieszkańców do spojrzenia na fakty w szerszym i obiektywnym kontekście.

Choć osobiste historie Polaków i Niemców pokolenia II wojny światowej zawsze już obciążone będą pamięcią dat: 1 i 17 IX 1939 r. oraz 30 I 1945 r., to współczesną, wspólną historię, w wymiarze europejskim, starajmy się tworzyć w imię wartości zrozumienia i uznania.

Dzisiejsze wydarzenie jest tym bardziej znamienne, że poza oczywistym znaczeniem politycznym, jego wymowę determinuje przede wszystkim kontekst społeczny. Urzeczywistnienie idei pojednania i pokoju, dokonuje się właśnie między nami – członkami konkretnych społeczności – polskiej i niemieckiej, gorzowskiej i landsberskiej.

W tym miejscu chciałbym zwrócić się do Was, szanowni goście – dawni mieszkańcy Landsberga, którzy zechcieliście wziąć udział w dzisiejszej inauguracji Obchodów 750-lecia Miasta. Towarzyszące tej miejskiej uroczystości odsłonięcie ufundowanego przez Stowarzyszenie Byłych Mieszkańców Landsberga Dzwonu Pokoju, my – gorzowianie – odczytujemy jako gest ważny i budujący dobry klimat na płaszczyźnie naszych wspólnych działań. Takie właśnie bliskie „sprawy” sprzyjają tworzeniu wspólnoty opartej na emocjonalnej przynależności do tego samego miejsca nas wszystkich, Polaków i Niemców.

Owocne poszukiwanie tożsamości lokalnej, podejmowane przez kolejne pokolenia mieszkańców naszego miasta po roku ‘45 wydaje się niemożliwe bez uwzględnienia jego kulturowych korzeni i przeszłości. Nie należy bać się stwierdzenia, że 60-letnia historia polskiego Gorzowa jest uzupełnieniem i nadbudową w stosunku do siedmiu niemal stuleci jego niemieckich dziejów. Dopiero spójne i linearne spojrzenie na historię miejsca, w którym żyjemy (my – gorzowianie), pozwoli na pełną z nim integrację i odpowiedzialność za dalsze jego losy.

Przypomnijmy, że początki miasta sięgają do 1257 r., kiedy to 2 lipca Albertowi de Luge nadany został akt lokacyjny miasta Nowy Landsberg. W szybkim czasie stało się ono ważnym ośrodkiem kulturalnym tego regionu, a dzięki obecności kupców i rzemieślników także handlowym. W tym właśnie czasie wg prawideł stylu gotyckiego wzniesiono m.in. znaną dziś wszystkim gorzowianom okazałą Katedrę, wówczas pełniącą rolę fary.

Miasto rozwijało się i rosło. Jego potencjał umacniał się także dzięki przepływającej przez nie rzece Warcie, będącej do XVIII w. dogodnym szlakiem żeglugowym.

Dzięki spuściznie kulturowej gorzowianie cieszą się dziś zabytkową architekturą. Gotycki Kościół Mariacki, Kościół Zgody – nazwany przez mieszkańców Białym, XVIII-wieczny Spichlerz, czy śródmiejskie kamienice z I poł. XX wieku, to tylko niektóre miejsca upamiętniające landsberskie dzieje miasta.

Mówiąc jeszcze o jego przedwojennej historii, należy wspomnieć nazwiska znamienitych obywateli, żyjących i pracujących w XIX–wiecznym Landsbergu, z których wielu pozostawiło po sobie wspaniałe wille – dziś siedziby gorzowskich instytucji, m.in. fabrykantów: Maxa Bahra – inicjatora budowy łaźni miejskiej, Gustawa Schroedera – w którego willi ma dziś siedzibę Muzeum Lubuskie im.Jana Dekerta, czy Hermanna Pauckscha – fundatora fontanny na Starym Rynku, filozofa i teologa – Fryderyka Schleiermachera, wybitnego językoznawcę – Viktora Klemperera, wreszcie artystów: kompozytora – Karla Teike czy malarza – Ernsta Henselera.

Wybuch wojny i powstałe w jej wyniku zniszczenia, a także wcielenie po jej zakończeniu ziem zachodnich do Polski, przybycie osadników i wymiana ludności na tych terenach oraz nowa, polska administracja sprawiły, że miasto, już jako Gorzów, zaczęło się zmieniać właściwie pod każdym względem: polityczno-społecznym, architektonicznym, kulturowym, mentalnym i religijnym. Ze zrozumiałych powodów Polacy budujący Gorzów po ‘45 roku, wcześniej niezwiązani z tym miejscem, nie od razu potrafili się z nim utożsamić. Nie było zatem mowy o kontynuacji kultury miejskiej z czasów dawnego Landsberga.

Choć krótkie, bo 60-letnie polskie dzieje tego miasta, w zestawieniu z prawie siedmioma wiekami kultury i cywilizacji niemieckiej, prezentują się mniej okazale, to na ich przestrzeni zostały podjęte i zrealizowane inicjatywy, z których jako mieszkańcy Gorzowa możemy mieć satysfakcję.

Przede wszystkim całkowicie zmienił się profil miasta i stało się ono ośrodkiem przemysłowym. Pierwszym znaczącym obiektem na powojennej mapie gospodarczej miasta były Zakłady Mechaniczne „Gorzów”. Następnie powstawały kolejne wielkie zakłady produkcyjne: „Stilon”, „Silwana”, „Zremb”, „Gomad”, „Stolbud”, „Przemysłówka” , i wiele innych. Ponad 30 lat temu miasto zostało stolicą województwa, najpierw gorzowskiego, a po reformie administracyjnej – lubuskiego.

Powojenny Gorzów znacznie powiększył swoją powierzchnię, powstały nowe osiedla i zagospodarowano jego peryferie, na co duży wpływ miał rozwój demograficzny miasta. W latach 60-tych liczyło ono 50 tysięcy mieszkańców, zaś w ciągu dwóch następnych dziesięcioleci ich liczba podwoiła się. W 1979 roku Gorzów był już miastem 100-tysięcznym.

Przemysłowy Gorzów ostatnich lat to miejsce przyciągające wielu inwestorów i zajmujące czołowe pozycje w ogólnopolskich rankingach pod względem ilości inwestycji oraz atrakcyjności inwestycyjnej.

W mieście działa także podstrefa Kostrzyńsko-Słubickiej Specjalnej Strefy Ekonomicznej, która od 1997 roku, aktywnie kreując politykę wspierania przedsiębiorczości, z sukcesem wspiera i obsługuje inwestorów krajowych i zagranicznych, tworzących nowe miejsca pracy w przemyśle i usługach. W jej obszarze działają m.in. takie firmy, jak: Faurecia (Gorzów Sp. z o.o.), Ekpols (sp. z o.o./ Ferma Polska Sp. z o.o.), GOMA (sp. z o.o.), Styropex (Sp. z o.o.), Auto Galeria (Sp. z o.o.) i Silwana (Sp. z o.o. ) .

Jedną z największych i bardziej spektakularnych inwestycji zrealizowanych przez Miasto, nie tylko w ostatnim dziesięcioleciu, ale w całej jego historii, była budowa najnowocześniejszego w Polsce Centrum Sportowo-Rehabilitacyjnego "Słowianka", oferującego mieszkańcom miasta oraz turystom liczne atrakcje, w tym możliwość korzystania z dwóch basenów, kręgielni, salonu fittness, a w okresie zimowym – z lodowiska.

Rozwój Gorzowa to również rozbudowa infrastruktury drogowej. 6 lat po zakończeniu wojny i doszczętnym zniszczeniu odbudowano i oddano do użytku Most Staromiejski, od 7 lat korzystamy także z nowego Mostu Lubuskiego, po zakończeniu prac przy zachodniej obwodnicy oba brzegi Warty połączy trzeci.

Architektura miasta to także budowle sakralne. Do zabytkowych świątyń przedwojennego Landsberga, na przestrzeni minionych 60 lat dołączyły nowo wybudowane kościoły katolickie.

Rozbudowano sieć placówek oświatowych, a szczególnie szkół, na wszystkich poziomach edukacji. Za szczególny sukces uważać możemy bardzo duży postęp w rozwoju szkolnictwa wyższego, także niepublicznego – dzisiejsi absolwenci szkół ponadgimnazjalnych korzystają z oferty takich uczelni lokalnych jak: Państwowa Wyższa Szkoła Zawodowa, Wyższa Szkoła Biznesu i Wyższa Informatyczna Szkoła Zawodowa. Od 35 lat wciąż dużym zainteresowaniem cieszy się Zamiejscowy Wydział Kultury Fizycznej Akademii Wychowania Fizycznego w Poznaniu o raz utworzone w ostatnich latach w Gorzowie filie innych uczelni szczecińskich i poznańskich.

Gorzów, dziś już ponad 130-tysięczny, wciąż się rozbudowuje i stara sprostać oczekiwaniom mieszkańców. Odważnie wyrusza w poszukiwaniu własnego charakteru, by dla kolejnych pokoleń być miejscem ważnym.

Kiedy mówię teraz o naszym mieście, chciałbym móc uniknąć podziału na czas niemiecki i czas polski w jego historii. Nic jednak nie można już zmienić i niczego uniknąć, taka bowiem jest właściwość czasu, który wciąż idzie naprzód. Niech więc pierwsze uderzenie w Dzwon, które zabrzmi za chwilę, zamknie burzliwą przeszłość, stając się znakiem pokoju dla miasta oraz dawnych, obecnych i przyszłych jego mieszkańców. Życzę wszystkim gorzowianom, by duch tej chwili towarzyszył całym obchodom jubileuszu, którego świętowanie dziś uroczyście inaugurujemy.

Urszula Hasse-Dresing – Przewodnicząca Stowarzyszenia Byłych Mieszkańców Landsberga.

„Niech radością miasta będzie / Pokój jego pierwszym dźwiękiem” – te dwa wersy napełniały uczennice i uczniów mojego pokolenia radością i satysfakcją. Radością typowo młodzieńczą, cieszyliśmy się po prostu, że oto dotarliśmy do końca bardzo długiego wiersza Fryderyka Schillera, w którym przyrównuje on proces odlewania dzwonu do etapów rozwoju ludzkiego życia.

Oczywiście myśli człowieka dojrzałego sięgają dalej. Połączenie radości i pokoju na zakończenie długiego wiersza zawierającego wiele głębokich refleksji ma odzwierciedlać kulminację życia człowieka. I oto zadaję sobie pytanie – mam nadzieję, że nie ja jedna w naszym gronie – czy radość i pokój rzeczywiście są punktem szczytowym ludzkiego życia? Czy żyję w pokoju, w trwałym pokoju? Czy odczuwam radość, a jeśli tak to jaki jej rodzaj i czy radość jest w ogóle celem, do którego warto dążyć? Tak, tak jest w istocie! Radość nie jako wesołość, przyjemność, lecz jako satysfakcja z tego, że jest się na drodze do upragnionego celu, że jest się tego celu bardzo blisko. Taką właśnie wielką radością napełnia mnie fakt, że stoję tutaj, że mogę z Państwem rozmawiać w chwili tak ważnej dla naszych wspólnych starań o pokojowe współistnienie.

My – odchodzę tu od osobistych refleksji – my, Niemcy i Polacy mamy za sobą jako przedstawiciele naszych narodów długą wspólną historię. Stała ona pod znakiem rywalizacji, żądzy posiadania i żądzy władzy, prób życia w pokoju i mozolnej pracy, nieporozumień, wojen, nienawiści i nędzy. Pod znakiem prób porozumienia i niepowodzeń tych prób, pod znakiem utraty i nowego początku. Była to, gdy spojrzeć z perspektywy, przeszłość często trudna, pozbawiona radości. Jednak z całą pewnością wciąż ponawiano próby pokojowego życia ze sobą i obok siebie.

Również my podjęliśmy próbę, tu, w Gorzowie/Landsbergu i w gminach powiatu gorzowskiego, odnalezienia drogi do pokojowego współistnienia. Punkt wyjścia był trudny, II wojna światowa, ze wszystkimi okrucieństwami i skutkami, zdawała się przeszkodą niemal nie do pokonania. My, pokolenie Polaków i Niemców, którzy spędzili tu pierwsze powojenne miesiące, zajmowaliśmy się każdy własnymi problemami. My, Niemcy, zostaliśmy pozbawieniu korzeni, musieliśmy uciekać, zostaliśmy wypędzeni, przesiedleni na tereny, na których właściwie nie chcieliśmy żyć. Również nowi polscy mieszkańcy tych ziem pochodzili z innych części kraju, doznali ciężkich strat i także przybywali na obszary, na których nie chcieli mieszkać, które początkowo wydawały im się obce, które z całą pewnością nie były ich ziemią rodzinną.

Po kilku latach tęsknota za stronami rodzinnymi i ciekawość przywiodły pierwszych Niemców z powrotem. Doszło do pierwszych spotkań, zawiązały się osobiste przyjaźnie. Nasze kontakty nabierały charakteru politycznego, kiedy przestawały być wyłącznie osobistymi znajomościami. Naszą organizację, BAG, zrzeszającą byłych mieszkańców tych ziem, reprezentował początkowo jej przewodniczący, Hans Beske, który przybył tu nie po to, by stawiać żądania, lecz po to, by szukać porozumienia. Myślę, że już ten początek, osobista przyjaźń między rodziną Beske a biskupem Plutą, był czymś szczególnym. To zaś, do czego doprowadziły wynikające z niego oficjalne kontakty, wspólne projekty i plany – wystarczy wymienić choćby największy wspólny projekt, odbudowę fontanny Pauckscha – to rzecz doprawdy wielka. I oto pojawia się radość, ze możemy ze sobą rozmawiać, wspólnie działać w przyjaźni i zrozumieniu, razem pracować. Należy się za to podziękowanie wszystkim ludziom, którzy doprowadzili do tego małymi krokami, a także tym, którzy po obu stronach poświęcili wielką część swojego życia, abyśmy mogli cieszyć się tym współistnieniem.

To bardzo krótkie spojrzenie wstecz, na naszą trudną, lecz przecież już od lat przyjazną wspólną przeszłość, daje powód do radości. Ponieważ stoimy tu nie w imię przeszłości, lecz w imię wspólnej pokojowej przyszłości.

Pokój światowy w ostatnich tygodniach wydaje się bardziej zagrożony niż w minionych latach. Jednak ludzie pragną pokoju i dlatego sądzę, że trzeba podejmować próby stworzenia jego małych enklaw, tak jak my próbujemy to robić tutaj, myślę, że z powodzeniem. Z takich właśnie enklaw pokój może się rozszerzać. Sądzę, że tak właśnie mógł myśleć również Schiller, ponieważ słowo „radość” odnosi wyraźnie do „tego miasta”, „pokój” zaś nie jest związany z konkretnym miejscem, dotyczy z pewnością ludzi i ich współistnienia, ale sięga jeszcze znacznie dalej.

Do „pokoju” i „radości” Schillera dodałabym jeszcze chętnie jedno słowo, słowo „miłość”, która jest źródłem pokoju i radości.

Niech Państwo pozwolą, że złożę następujące oświadczenie w odniesieniu do naszego miasta i powiatu: my, byli mieszkańcy, kochamy to miasto, ponieważ w nim leży nasza przeszłość, nasze ukochane dzieciństwo i młodość, z pewnością ubarwione w naszej pamięci. Szukamy ich śladów i odnajdujemy je w mieście i jego okolicach. Jednak odnajdujemy coś jeszcze: nowe życie, postęp, rozwój, starania o ukształtowanie tego miasta. I ten fakt, że dawny, żywy, nowoczesny Landsberg pozostał tym, czym był – ukochanym przez swych mieszkańców, żywym, nowoczesnym Gorzowem – pozwala nam kochać go dalej. To, że możemy tę naszą miłość okazać w tym miejscu, jest dla nas powodem do radości i za to pragniemy Państwu podziękować.

Z tych właśnie powodów BAG postanowiło na rozpoczęcie obchodów 750-lecia naszej wspólnej ziemi rodzinnej podarować miastu Gorzów i jego mieszkańcom ten oto dzwon. Niech będzie symbolem 750-letniej historii tego miasta i naszej doń miłości, oraz znakiem pokoju, który tu powinien mieć swoją enklawę, który stąd będzie mógł się rozlewać na cały świat. Każde miejsce na ziemi może być taką enklawą.

Demonstrujemy niniejszym naszą wspólną wolę, dlatego słowo „pokój” zostało wygrawerowane na tym dzwonie w językach polskim, łacińskim i niemieckim. Aby czegoś dokonać, potrzeba wielu myśli, serc i dłoni.

My wspólnie dokonaliśmy czegoś wielkiego, śmiem tak twierdzić z dumą. Niech to miasto rozwija się dalej i rozkwita w pokoju, niech będzie radością dla swych dawnych i dzisiejszych mieszkańców.

Dziękuję Państwu.

 


Neuland – Nowa ziemia - Filmvorführung mit anschließendem Gespräch

Am Freitag, 7. Juli 2006, um 18.00 Uhr wird im "Verbündungshaus FfOrst", in der Forststr. 4, Frankfurt (Oder), der Film von Jürgen Buch und Achim Hippel Neuland / Nowa ziemia, deutsch-polnische Annäherungen in Daszewo / polsko-niemieckie zbliżenia w Daszewie gezeigt.

Die Filmvorführung wird von „Transkultura“ in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Spurensuche“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe des selbstverwalteten Studentenwohnheims Fforst „Hello, my name is ...“ organisiert. Anschließend findet eine Diskussion statt, an der sich die Filmemacher beteiligen.


Neuland – Nowa ziemia

W piątek, 7 czerwca 2006 roku, o godz. 18.00 w "Verbündungshaus FFOrst", przy Forststraße 4 we Frankfurcie nad Odrą pokazany zostanie film Neuland / Nowa ziemia, deutsch-polnische Annäherungen in Daszewo / polsko-niemieckie zbliżenia w Daszewie reżyseria: Jürgen Buch i Achim Hippel

Pokaz filmowy przygotowała Transkultura we współpracy z projektem “Po śladach“ w ramach cyklu spotkań „Hello, my name is...“, organizowanych przez samorządowy dom studencki „Fforst“. Po filmie odbędzie się dyskusja z udziałem reżyserów.


Fimvorführungen mit anschließendem Gespräch

Am 10.06.2006 ab 15 Uhr im Kreativzentrum des MAQT in Angermünde, R. Breitscheid Str. 109c.

Im Rahmen der Brandenburgischen Seniorenwoche erwarten die Angermünder Senioren Gäste aus der polnischen Partnerstadt Strzelce Krajeńskie. Aus diesem Anlass wollen wir den Dokumentarfilm von Zbyslaw Kaczmarek Same stamtąd / Alle von dort zeigen. Der Film beschreibt die Reise von Polen, die ihre alte Heimat in der heutigen Ukraine besuchen und mit neuen Eindrücken nach Westpolen zurückkehren. Der Film dauert 20 Minuten. Außerdem wollen wir aus dem Schülerprojekt Ein Blick über den Fluss / Spojrzenie przez rzekę Ausschnitte zeigen. In diesem Beitrag haben Jugendliche aus Polen und Deutschland (Angermünde, Schwedt, Chojna, Berlin) mit der Videokamera die Geschichte des anderen Ufers, die Geschichte der Nachbarn und ihrer eigenen Familien filmisch erzählt. Anschließend wollen wir gemeinsam mit den Gästen bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch kommen.

Eine Veranstaltung des Europahauses Angermünde in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Spurensuche“.


5. Juni 2006: Nowe Warpno / Neuwarp in unseren Erinnerungen (II)

Alte, neue, fremde Heimat

zweisprachiger Text – tekst dwujezyczny / polnische Fassung unten – polska wersja ponizej

Treffen ehemaliger und heutiger Bewohner dieses idyllisch gelegenen Ortes am Stettiner Haff Ausstellungen / Filmvorführung / Podium / Gespräche

Pfingstmontag, 5. Juni 2006

Vorprogramm:

10.30 – 12.00 Besuch des Zentralfriedhofs in Szczecin/Stettin . Über den Friedhof führt Maciej Słomiński, Kunsthistoriker. Er ist Koautor eines Buchs über die Geschicke des Zentralfriedhofs im Laufe der Geschichte. Die Anlegung des Friedhofs (damals: Hauptfriedhof) wurde am 7. November 1899 beschlossen, die Bauarbeiten begannen im Februar 1900 unter Leitung des Architekten Wilhelm Meyer-Schwartau, die ersten Bestattungen erfolgten am 6. Dezember 1901. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auf diesem Friedhof 3.000 sowjetische Soldaten und Zivilpersonen sowie 367 polnische Soldaten begraben. Es folgte noch 1945 ein polnisches Grabfeld, das heute den Namen Grabfeld der Stettiner Pioniere trägt. 1962 kam ein Grabfeld für Verstorbene jüdischen Glaubens hinzu und Ende der 60er Jahre ein Ehrengrabfeld. Die meisten alten Grabmale aus deutscher Zeit wurden nach 1945 vernichtet. Ende des 20. Jahrhunderts folgten eine Reihe von Ehrenmalen: Ehrenmal für die auf See Vermissten (1989), Katyń-Kreuz (1990), Ehrenmal für die nach Sibirien Deportierten (1994), für die Heimatarmee/Armia Krajowa (2004), für die KZ-Opfer (2004). Seit 1985 wird der Zentralfriedhof konservatorisch betreut, u.a. wurde das Grabmal des Architekten Meyer-Schwartau renoviert. Eingerichtet werden soll ein Lapidarium aus alten deutschen Grabsteinen.

Weiterfahrt nach Nowe Warpno.

Programm:

ab 13.30 Treffen in der Bar Argus . Gespräche und gemeinsames Mittagessen.

•  Kirche in Nowe Warpno: Offizielle Begrüßung und Eröffnung der

Fotoausstellung „Spurensuche – Po śladach“ von Andrzej Łazowski

über den Umgang mit deutschen Friedhöfen in Pommern, bzw. in der deutsch-polnischen Grenzregion.

•  Filmvorführung kurzer Dokumentarfilme von deutschen und polnischen Jugendlichen mit dem Titel „Ein Blick über den Fluss“ . Während einer zweiwöchigen Videowerkstatt haben sie mit der Videokamera die Geschichte des anderen Ufers, die Geschichte der Nachbarn und ihrer eigenen Familien filmisch erzählt und versucht, den Verlust der Heimat zu thematisieren ( ebenfalls in der Kirche )

16.00 II. Deutsch-Polnisches Podium „Unser Neuwarp / Nasze Nowe Warpno“

Nachdem Pfingsten 2005 vor allem polnische Einwohner über ihren Weg aus ihrer Heimat nach Nowe Warpno berichteten (Maria Tomczak, Rościsław Równe, Anna Rożek-Lewandowska, Dominika Stramkowska, Henryk Wielgusiak und Zygmunt Kiraga), aber auch zwei deutsche Bewohner, die in Polen geblieben waren (Inge Stefaniak-Wróbel, Stettin), bzw. sich nach 1989 wieder dort angesiedelt haben (Uwe Conradt, Nowe Warpno), werden dieses Mal sechs ehemalige Neuwarper (Jürgen Dittmann, Hans-Georg Krüger, Hans-Georg Mahnke, Wilhelm Seeger, Rosa-Luise Menze, Waltraud Scheer, Helene Pump ) aus den Reihen der Heimatfreunde Neuwarps über ihr Leben am Stettiner Haff bis 1946, über Flucht und Vertreibung und über ihre Ankunft in Orten, die später zur neuen Heimat wurden, sprechen. Władysław Kiraga stellt den im letzten Jahr neugegründeten Verein „Erinnerung und Tradition / Pamięć i tradycja“ vor, der sich auch als Partner der Heimatfreunde Neuwarps versteht.

Neben der Ausstellung „Spurensuche – Po śladach“ werden in Nowe Warpno / Neuwarp noch zwei weitere Fotoausstellungen von Andrzej Łazowski zu sehen sein: Die am 1. Mai auf dem jährlich stattfindenden Grenzfest eröffnete Ausstellung „Nowe Warpno wczoraj i dziś / Neuwarp gestern und heute“ mit alten deutschen und polnischen Fotos aus Privatsammlungen. Geplant ist eine ständige Erweiterung dieser Ausstellung durch weitere, nach und nach zur Verfügung gestellte, Fotos ehemaliger und heutiger Bewohner . Diese Ausstellung befindet sich in der ehemaligen Markthalle an der Anlegestelle (Grenzübergang), die von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde.

In der Kirche stellt Andrzej Łazowski zeitgenössische Porträtfotos von Nowowarpianern aus der Reihe „Menschen aus dem Grenzgebiet“ vor.

Ankunft in Stettin

für Teilnehmer aus Berlin, Potsdam, Chojna, Gdańsk usw.mit dem PKW bis 9.30 Uhr
am Ośrodek Integracji Europejskiej in der Aleja Wojska Polskiego 164 (bewachter Parkplatz)
mit dem Zug um ca. 10.00 am Stettiner Hauptbahnhof , anschließend Abfahrt mit dem Bus zum Zentralfriedhof Stettin

Rückfahrt nach Stettin bzw. Altwarp

19.00 Uhr Abfahrt der Fähre Adler Schiffe nach Altwarp (die Fähre wurde extra bestellt)
19.00 Uhr Rückfahrt nach Stettin mit dem Bus
19.57 Uhr Rückfahrt mit dem Zug nach Berlin, Potsdam etc.

Projekt Spurensuche – Po śladach, Teilprojekt 2 im Rahmen von „Zivile Brücken / Mosty Społeczne” der Ausländerbeauftragten Brandenburgs, Almuth Berger, gefördert mit Mitteln der Europäischen Union.

Verantwortlich: Ewa Czerwiakowski / Ruth Henning, Potsdam: buero@dpg-brandenburg.de ; Tel. 0049-331-280 45 83, Fax: 280 45 84; Andrzej Kotula, Stettin: agatamik@poczta.onet.pl , Tel. 0048-603-70 50 26


Nowe Warpno - Neuwarp w naszych wspomnieniach (II)

Stara, nowa, obca mała ojczyzna

Spotkanie byłych i dzisiejszych mieszkańców tej idyllicznie położonej miejscowości nad Zalewem Szczecińskim Wystawy / pokaz filmów / podium / rozmowy

Zielone Świątki, poniedziałek, 5 czerwca 2006

Program poprzedzający:

10.30 - 12.00 Zwiedzanie Cmentarza Centralnego w Szczecinie z Maciejem Słomińskim, historykiem sztuki, współautorem książki o historii cmentarza.

Decyzja o założeniu cmentarza (zwanego wówczas Cmentarzem Głównym - Hauptfriedhof ) zapadła
7 listopada 1899 r., prace budowlane rozpoczęły się w lutym 1900 r. pod kierunkiem architekta Wilhelma Meyer-Schwartau, pierwsze pochówki odbyły się 6 grudnia 1901 r. Po II wojnie światowej na tym cmentarzu pochowano 3 tysiące sowieckich żołnierzy i osób cywilnych oraz 367 żołnierzy polskich. W 1945 r. wyznaczono pierwszą polską kwaterę cmentarną - dziś kwatera i pomnik Pionierów Szczecina. W 1962 r. powstała kwatera zmarłych wyznania mojżeszowego, a w końcu lat 60. - kwatera zasłużonych. Większość starych nagrobków z czasów niemieckich została po roku 1945 zniszczona. Pod koniec XX wieku powstało kilka pomników symbolicznych: „Tym, którzy nie powrócili z morza...” (1989), Krzyż Katyński, Pomniki Sybiraków (1994), Pomnik Armii Krajowej (2004), Pomnik Ofiar Obozów Koncentracyjnych (2004). Od
1985 r. Cmentarz Centralny znajduje się pod ochroną konserwatorską, m.in. renowacji został poddany nagrobek architekta Meyera-Schwartau. Powstać ma lapidarium ze starych niemieckich kamieni nagrobnych.

przejazd do Nowego Warpna

Program

od godz. 13.00 - spotkanie w barze „Argus” . Wspólny obiad i rozmowy

15.00 – Kościół w Nowym Warpnie: oficjalne powitanie i otwarcie wystawy fotograficznej Andrzeja Łazowskiego „Spurensuche / Po śladach” o niemieckich cmentarzach na Pomorzu, w polskim regionie przygranicznym

15.30 - Pokaz krótkich filmów dokumentalnych autorstwa polskich i niemieckich uczniów pt. „Spojrzenie przez rzekę” . Podczas 2-tygodniowych warsztatów filmowych młodzi ludzie próbowali kamerą wideo opowiedzieć historię drugiego brzegu granicznej rzeki, historię sąsiadów i własnych rodzin oraz uchwycić temat utraty małej ojczyzny (również w kościele).

16.00 - Polsko-niemiecki podium „Unser Neuwarp / Nasze Nowe Warpno”.

W Zielone Świątki w maju 2005 r. głównie polscy mieszkańcy Nowego Warpna (Maria Tomczak, Rościsław Równe, Anna Rożek-Lewandowska, Dominika Stramkowska, Henryk Wielgusiak i Zygmunt Kiraga) opowiadali, jakie drogi przywiodły ich ze stron rodzinnych do miasta; w rozmowie wzięło udział również dwoje niemieckich mieszkańców (Inge Stefaniak-Wróbel ze Szczecina, która pozostała w Polsce, oraz Uwe Conradt, który w 1989 r. ponownie osiedlił się w Nowym Warpnie). Tym razem o swoim życiu nad Zalewem Szczecińskim do 1946 r., o ucieczce i wypędzeniu oraz przybyciu do miejsc, które stały się później ich nową ojczyzną, opowie siedmiu byłych niemieckich mieszkańców Neuwarp (Jürgen Dittmann, Hans-Georg Krüger, Hans-Georg Mahnke, Wilhelm Seeger, Rosa-Luise Menze, Waltraud Scheer, Helene Pump ) . Władysław Kiraga przedstawi nowo założone Nowowarpieńskie Stowarzyszenie „Pamięć i Tradycja”, które postrzega się m.in. jako partner Heimatfreunde Stadt Neuwarp (niemieckiego stowarzyszenia Przyjaciele Ziemi Ojczystej - Miasta Nowe Warpno).

Obok wystawy „Spurensuche - Po śladach” w Nowym Warpnie do obejrzenia będą również dwie inne wystawy fotograficzne. Pierwsza z nich to „Nowe Warpno wczoraj i dziś / Newarp gestern und heute”, na którą złożyły się stare polskie i niemieckie fotografie ze zbiorów prywatnych; planowane jest stałe poszerzanie i uzupełnianie wystawy o zdjęcia udostępniane przez byłych i obecnych mieszkańców (w hangarze na terenie dawnego targowiska, od ul. Kościuszki)

Druga to „Nowowarpianie”, wystawa współczesnych portretów z cyklu „Ludzie pogranicza” (w kościele). Obie przygotowane również przez Andrzeja Łazowskiego.

Dojazd do Szczecina

Uczestnicy z Berlina, Poczdamu, Chojny, Gdańska itd., którzy przyjeżdżają samochodem, powinni zjawić się do godz. 9.30 w Ośrodku Integracji Europejskiej, al. Wojska Polskiego 164 (strzeżony parking);
przyjeżdżający pociągiem spotykają się ok. godz 10.00 na Dworcu Głównym w Szczecinie;
przejazd autobusem na Cmentarz Centralny

Powrót do Szczecina lub Altwarp

Prom firmy Adler Schiffe odpływa z Nowego Warpna do Altwarp o godz. 19.00
godz. 19.00 - powrót autobusem do Szczecina
Pociąg do Berlina i Poczdamu odjeżdża z Dworca Głównego w Szczecinie o godz. 19.57

Projekt „Spurensuche - Po śladach”, w ramach projektu „Zivile Brücken / Mosty Społeczne” Brandenburskiej Pełnomocniczki ds. Cudzoziemców, Almuth Berger, wspieranego ze środków Unii Europejskiej.

Odpowiedzialni: Ewa Czerwiakowska / Ruth Henning, Poczdam: buero@dpg-brandenburg.de , tel. 0049-331-280 45 83, fax. 280 45 84; Andrzej Kotula, Szczecin: agatamik@poczta.onet.pl , tel. 0048-603-70 50 26


24./ 25.01.2006 - Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit dem Regisseur

"Meiner Mutter Land" - Dokumentarfilm von Michal Majerski, 70 min, 2005

Ein Film über deutsche Frauen, die sich nach Ende des Zweiten Weltkrieges entschieden, ihre Häuser und Höfe in Polen nicht zu verlassen. Damit ließen sie sich nicht nur auf eine ungewisse Zukunft ein, sondern mussten sich auch mit den neuen polnischen Nachbarn arrangieren. Über 60 Jahre nach dem Krieg erzählen jetzt die wenigen Frauen, die noch am Leben sind, zum ersten Mal über ihr persönliches Schicksal und die Folgen des Krieges. Damit berührt der Film Themen, die zwischen den deutsch-polnischen Nachbarn heute immer noch ein Tabu sind.

Michal Majerski, geb 1948 ist Absolvent der Filmhochschule Lódz, wo er heute unterrichtet. Seit über 10 Jahren arbeitet er von Pommern aus für deutsche und polnische Fernsehsender. "Meiner Mutter Land" erhielt auf dem Sommerfilmfestival in Lagów/Pl im letzten Jahr einen Preis für den besten deutschen Dokumentarfilm.

Kulturzentrum Chojna

Freie Schule Angermünde


28.11.2005 - Filmvorführung mit anschließendem Gespräch

EIN BLICK ÜBER DEN FLUSS - Filmwerkstatt

Auf beiden Seiten der Oder entlang der deutsch-polnischen Grenze leben Menschen, die dort, wo sie wohnen , nur bedingt zu Hause sind. Viele der deutschen Einwohner haben bis 1945 auf der anderen Seite gelebt, dann wurden sie über den Fluss vertrieben. Seitdem blicken sie auf ihre Heimat über die Oder hinweg. Die Menschen auf der polnischen Seite erlebten ein ähnliches Schicksal und auch sie mussten ihre Heimat verlassen. Sie kommen aus der Westukraine und sind ebenfalls Opfer des Krieges und der Teilung von Europa. Was die Menschen auf den beiden Seiten des Flusses verbindet, ist der Verlust ihrer Heimat.

Das Filmprojekt „Ein Blick über den Fluss“ entstand im Juli dieses Jahres während einer zweiwöchigen Werkstatt mit Jugendlichen aus Angermünde, Chojna und Cedynia im uckermärkischen Stolzenhagen. Mit der Videokamera erzählen die Schüler die Geschichte der beiden Ufer der Oder, die Geschichte der Nachbarn und ihrer eigenen Familie. Die Enkelkinder, die keine Verbindung mehr zu dem mythischen "dort" und "damals" haben, versuchen in ihren insgesamt fünf filmischen Beiträgen, den Verlust der Heimat zu thematisieren, die letzten Zeitzeugen zu befragen und die Spuren des Schmerzens zu sichern. Das Bild der Erinnerung verblasst und mit der auch das der alten Heimat. Nur der Fluss rollt das Wasser wie damals nordwärts.

Das Europahaus Angermünde und die Deutsch Polnische Gesellschaft Brandenburg zeigen im Rahmen des Projektes „Spurensuche – alte, neue Heimat“ den nächsten Film in der Reihe, der sich mit der Vertriebenenthematik nach 1945 beschäftigt. Diesmal wird ein Stück Geschichte unserer Region vorgestellt. Protagonisten dieser Filme sind die Menschen von hier, vielleicht sogar der Nachbar von nebenan. Dazu laden wir am Montag, den 28. 11. um 19 Uhr in die Cafeteria der Freien Schule Angermünde in die Kirchgasse 2 herzlich ein. Zu Gast sind die Projektleiterin Elwira Niewiera , der künstlerische Leiter Kornel Miglus , die Jugendlichen aus Angermünde, Chojna und Cedynia sowie ihre I nterviewpartner . Alle freuen sich auf ein anschließendes gemeinsames Gespräch, denn die öffentliche Filmvorführung ist für die meisten von ihnen eine Premiere. Um 14 Uhr wird der Film bereits in Chojna gezeigt.


"Schlesiens Wilder Westen"

Ein Dokumentarfilm von Ute Badura

Die Deutsch Polnische Gesellschaft Brandenburg ist in der Grenzregion bereits seit längerem auf Spurensuche, die uns die jüngste Vergangenheit unserer Region erklärt. Im Rahmen dieses Projektes hat das Europahaus Angermünde (Regionalstelle der DPG Brandenburg) am Dienstag, 18. 10. die Dokumentarfilmerin Ute Badura eingeladen. Um 14 Uhr stellt sie im Lyzeum in Chojna ihren neusten Film über eine Schulklasse in Oppeln An uns ist alles besonders vor. Um 19 Uhr ist sie in Angermünde, um ihren 2002 erschienenen Film Schlesiens Wilder Westen zu präsentieren. Die Filmvorführung findet um 19 Uhr in der Cafeteria der Freien Schule Angermünde statt. Anschließend steht die Regisseurin bei einem Glas Wein zum Gespräch zur Verfügung.

Kurze Inhaltsangabe:

"Ich kann besser an einem Ort leben, dessen Geschichte ich kenne",
sagt ein junger Pole im Prolog dieses Filmes. Er lebt in Kopaniec, früher Seifershau ein Dorf in Niederschlesien. Zwischen dem Früher und dem Heute lag die Vertreibung der Deutschen und die Neuansiedlung der Polen, oft selbst Vertriebene aus der heutigen Ukraine. Das Dorf ist Mittelpunkt des Filmes und Bindeglied zwischen den früheren und heutigen Bewohnern. Die jüngeren Polen sind mit den Besuchen der ehemaligen deutschen Einwohner aufgewachsen. Die Lebensgeschichten der älteren Polen und Deutschen erzählen von Krieg und Vertreibung, aber auch von der Zeit, als man gemeinsam im Dorf lebte, direkt nach dem Krieg. Der Wilde Westen wurde die Region damals in Polen genannt.

Schlesiens Wilder Westen fragt, was Heimat ist: ein Ort, ein Mensch, ein Gefühl, eine Erinnerung?


„An uns ist alles besonders – eine Schulklasse in Schlesien“

29. September, 18.00 Uhr, Filmvorführung und Diskussion

Ein Schülerfilmprojekt in Opole (Oppeln) unter Leitung von Ute Badura, 49 Minuten, DV, Farbe, OF deutsch mit polnischen Untertiteln, 2004

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk und die Deutsch-Polnische Gesellschaft Brandenburg laden Sie herzlich zur nächsten deutsch-polnischen Veranstaltung nach Potsdam ein. Die Veranstaltung findet am 29. September um 18.00 Uhr in den Räumen des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (Potsdam, Friedhofsgasse 2) statt. Für Simultan-Übersetzung ist gesorgt.

Nach der Filmvorführung besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit

Ute Badura, Filmautorin, Berlin
weitere Filme: „Schlesiens Wilder Westen“, D 2002

Dr. Danuta Berlińska, Opole
langjährige Beauftragte für Angelegenheiten der deutschen Minderheit in der Woiwodschaft Opole (Oppeln)

Simultanübersetzung: Piotr Żwak, Opole/Oppeln

Doris Lemmermeier / Ruth U. Henning